HUBER.HUBER

Copyright 2022
huber.huber and the authors

NEWS

**** AUSSTELLUNGEN & PROJEKTE ****

vorschau/upcoming _______________________________________________

**** huber.huber Die Route wird neu berechnet
Kunsthalle Wil CH 6.11. - 18.12.22

Vernissage: 5. November, 16.00 Uhr

Abendführung mit Artist-Talk: 17. November, 19.00 Uhr
Die Route wird neu berechnet

huber.huber realisieren für ihre Solo Show „die Route wird neu berechnet“, in der Kunsthalle Wil, eine raumgreiffende Installation aus Objekten, Skulpturen und Fotografien und Collagen welche die Geschichte des Automobils im Spannungsfeld Mensch-Technik-Umwelt-Natur thematisiert.
Es gibt kein technisches Vehikel, dass so Einfluss auf die Kunst genommen hat wie das Auto. Wurde das Mobil von den Futuristen gefeiert, kam in den späten 70igern eine wachsende Skepsis auf, gegenüber dieser technischen Errungenschaft. Gerade in den aktuellen Debatten erfährt das Auto eine wachsende Ablehnung, trotzdem ist da immer noch diese Faszination für Technik, Maschine, Tempo und Statussymbol. „Die Route wird neu berechnet“ ist einerseits ein bekanntes Zitat aus dem dem Navigationssystem des Automobils andererseits kann es auch ein Ausruf für ein Umdenken sein, welche die Künstler fordern. In Ihrer poetisch-ästhetischen Gesamtinstallation verdeutlichen sie mit skurrilen künstlerischen Gegenu?berstellungen diese Ambivalenz - wie gewohnt von huber.huber mit Ironie und Tiefgang.

In der Vergangenheit haben sich huber.huber in einigen ihrer Arbeiten indirekt mit dem Thema „Auto“ auseinandergesetzt. Zu erwähnen ist hier die Skulptur Findling (2010), fu?r die sie einen fast drei Tonnen schweren Gneis-Findling mit einem der teuersten Autolacke auf dem Markt lackierten liessen. Aber auch in dem fotografischen Werk tauchen bei huber.huber immer wieder Autos, Autoteile oder Spuren davon auf. Zum Beispiel in der Fotoarbeit „STAUB“ (2020) mit Pflanzen an Strassenrändern, die durch den aufgewirbel- ten Staub der durchfahrenden Autos fast versteinert wirken. In der Arbeit „the world will be hotter“ (2015) haben huber.huber Frontscheibenabdeckungen im Autoinnern fotografiert. Die Abdeckungen sollen Sonnenstrahlung abhalten, um das Überhitzen des Innenraumes zu vermindern. Früher sah man diese Abdeckun- gen vor allem in südlichen Ländern. Mit den immer heisser werdenden Sommermonaten, sind sie aber auch bei uns mehr und mehr anzutreffen.

Im Spannungsfeld Mensch-Umwelt, in dem sich die Arbeit der beiden Künstler bewegt, drängt sich das Thema der Klimaerwärmung auf. Der Verkehr ist für fast 30 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der EU verantwortlich, von denen 72 Prozent auf den Straßenverkehr entfallen.

Für die Ausstellung „Die Route wird neu berechnet“ zeigen huber.huber vorwiegend Arbeiten, die sie extra für die Räume der Kunsthalle Wil erschaffen haben.

Kuratorin Kunsthalle Wil, Sonja Rüegg

laufend / ongoing______________________________________________

**** Eisbär'n müssen nie weinen
kunstkasten Katharina-Sulzer-Platz 8400 Winterthur www.kunstkasten.ch

27. Mai 2022 — 29. Juli 2022


huber.huber haben für den Kunstkasten eine neue Arbeit entwickelt. Der Titel des Werkes ist dem Lied "Eisbär" der Band Grauzone entlehnt. In einer schlichten, überraschenden Inszenierung und in gewohnt poetischer Form machen huber.huber die Klimaerwärmung zum Thema. Über den Sommer schmilzt ein Eiszapfen. Tränengleich tropft der grosse Eiszapfen Tag und Nacht – nur Eisbär'n müssen nie weinen.
Kuratiert von Katharina Kofler

Der 1999 gegründete Kunstkasten, der sowohl Ausstellungsraum als auch Vermittlungspunkt zeitgenössicher Kunst ist, gilt seit vielen Jahren als fester Bestandteil der Winterthurer Kunst- und Kulturlandschaft. Eingeladen werden Künstler*innen und Kollektive mit regionalem und nationalem Hintergrund sowie jüngere, weniger bekannte Kunstschaffende.
Der kunstkasten steht auf dem öffentlich zugänglichen Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur.
Vom Bahnhof auf der Seite Rudolfstrasse parallel zu den Gleisen Richtung Süden gehen, nach ca. 5 min erscheint der kunstkasten auf der rechten Seite, vis-a-vis Kaffee Portier.

**** "Take Care: Kunst und Medizin - Schlüsselmomente der Medizingeschichte"
Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, 8001 Zürich

08.04. - 17.07.2022

Gruppenausstellung

Das Thema Gesundheit nimmt neben dem der Sicherheit, der Mobilität und des Klimas einen zentralen Platz in der öffentlichen Debatte ein. Und spätestens 2020 wurde uns vor Augen geführt, wie eng Gesundheitsfragen in einem globalen Zusammenhang stehen – als Konsequenz unserer veränderten Lebensumstände diagnostiziert der Philosoph Paul B. Preciado ein tiefgreifendes Bedürfnis nach neuen ästhetischen Formen des Begehrens. Die Beschäftigung mit dem physischen Befinden ist in der Kunst jedoch so alt wie die Kunst selbst, der sensible Körper ist da Arbeitsinstrument und Beobachtungsgegenstand zugleich. Kunst und Medizin sind zwei hochkomplexe Disziplinen, die unser Leben bereichern, gleichzeitig aber einen grossen Interpretationsbedarf aufweisen. Sie sind physisch unmittelbar und erzeugen Empathie, können aber auch grosse Distanz zwischen den Beteiligten herstellen. Ziel dieser Ausstellung ist es, die Kunst nicht als Illustratorin der Medizin walten zu lassen, sondern im gegenseitigen Dialog Verständnis für zwei unsere Gesellschaft mitkonstituierende Systeme zu fördern. In ihrer sinnlichintuitiven Interpretation kann die Kunst wesentlich dazu beitragen, ineinander verschränkte Systeme wie Körper, Krankheit und Genesung, Medizin und Umweltfaktoren begreifbar zu machen. Die Ausstellung zeichnet ausgewählte Schlüsselmomente der Medizingeschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach, mit Leihgaben medizinhistorischer Sammlungen sowie rund 80 künstlerischen Positionen.

Künstlerinnen und Künstler

Die Ausstellung umfasst die Positionen von 50 Künstlerinnen und Künstlern des 19. bis 21. Jahrhunderts, mit Abstechern zurück bis ins 15. Jahrhundert: Panteha Abareshi, Ilit Azoulay, Jean-Michel Basquiat, Judith Bernstein, Joseph Beuys, Louise Bourgeois, Rachal Bradley, Stefan Burger, Sophie Calle, Sabina Carraro, Georges Chicotot, Honoré Daumier, Jean Dubuffet, Albrecht Dürer, Max Ernst, Adolf Fleischmann, General Idea, Michael Günzburger, Anna Halprin und Ruedi Gerber, Barbara Hammer, Christoph Hänsli, Duane Hanson, Lynn Hershman Leeson, Damien Hirst, Ferdinand Hodler, Andreas Hofer, Hanspeter Hofmann, huber.huber, Anna Jermolaewa, Hennric Jokeit, Fritz Kahn, Martin Kippenberger, Paul Klee, Herlinde Koelbl, Bruce Nauman, MANON, Michelle Miles, Shana Moulton, Thomas Müllenbach, Matt Mullican, Meret Oppenheim, Uriel Orlow, Herbert Ploberger, Maria Pomiansky, Marc Quinn, Arnulf Rainer, RELAX chiarenza & hauser & co, Pipilotti Rist, Ana Roldán, Pamela Rosenkranz, Corinne L. Rusch, Talaya Schmid, Kiki Smith, Veronika Spierenburg, Jules Spinatsch, Lucy Stein, Daniel Spoerri, Rosemarie Trockel, Luc Tuymans, Varlin, Andreas Vesalius, Lotte Luise Volger, Christine Tien Wang, Nives Widauer.

**** Écouter la Terre
mudac, Museum of Contemporary Design and Applied Arts, Place de la Gare 17, 1003 Lausanne, Suisse

Der Erde zuhören - mudac collection
18.06 – 25.09.2022

Adrien Chevalley (CH), Céline Cléron (FR), Laura Couto Rosado (CH), Bouke de Vries (BE), Boris Dennler (CH), Anaïs Dunn (FR), FormaFantasma (IT), Laure Gonthier (CH), Fabrice Gygi & Marine Julié (CH, FR), David Horvitz (US), huber.huber (CH), Claudie et Francis Hunzinger (FR), Anne Knödler (D), Tomas Kral (SL), Tomas Libertiny (SK), Benoît Maire (FR), Yusuké Offhause (FR/JP), Yann Oulevay (CH), Sandrine Pelletier (CH), Adrien Rovero (CH), Denis Savary (CH), Maude Schneider (CH), Bernhard Schobinger (CH), Brynjar Sigurdarson (IS), Verena Sieber-Fuchs (CH), Studio Wieki Somers (NL), Nel Verbeke (BE), Pedro Wirz (CH/BR)

Die Klima- und Umweltkrise ist sicherlich die grösste Herausforderung des 21. Jahrhunderts, der sich die Menschheit zu stellen hat. Die Erde leidet und sucht uns durch verschiedene Mittel zu warnen: Klimastörungen, steigende Wasserstände, Rückgang der Artenvielfalt oder Aussterben bestimmter Arten. Die ökologische Dringlichkeit ist in allen Teilen der Erde zu spüren, auch in der Welt des Designs und der angewandten Kunst. Das mudac, das seine Sammlung auf aktuelle gesellschaftliche Themen ausrichtet, nimmt seit einigen Jahren Stücke auf, die uns darauf aufmerksam machen, was die Erde uns zu sagen hat.

Écouter la Terre – Der Erde zuhören lässt uns in die Sammlung des mudac eintauchen, in deren verschiedenen miteinander verknüpften Bereichen – Design, Keramik, Glaskunst, zeitgenössische Druckgrafik und zeitgenössischer Schmuck – sich die Herausforderungen des Klimawandels spiegeln. Die Werke bestätigen das Engagement der Designer:innen und öffnen den Blick auf das, was möglich erscheint. Sie sind ein Appell an uns, die Natur nicht mehr nur unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität, der Produktivität oder als grenzenlose Ressource zu betrachten, die den menschlichen Aktivitäten zu dienen hat. Sie bitten uns, auf die Phänomene zu hören, die von der Vielfalt unseres Planeten zeugen, und uns der Gefährdung dieses Gleichgewichts bewusst zu werden.

Kuratorium Amélie Bannwart & Isaline Vuille

**** Max. 5 Grussworte. Das Postkartenbergell
SALA VIAGGIATORI - Castasegna, Zollgebäude, Via Principale 1, 7608 Castasegna
www.sala-viaggiatori.ch

Ausstellung 17. April bis 28. August 2022

Bruno Giacometti (1907–2012) entwarf Ende der Fünfzigerjahre im Auftrag des Bundes eine Zollstation am Dorfausgang des Grenzortes Castasegna. Während sich die zeitgleich entstandenen Häuser der nahen Wohnsiedlung Brentan in die bestehende Bebauung einfügen, hebt sich das Zollhäuschen pointiert von seiner Umgebung ab. Es präsentiert sich als ein Exponat modernster Schweizer Architektur ohne den Hauch einer regionalistischen Tendenz. Souverän behauptet sich der feingliedrige Bau gegenüber dem spätklassizistischen Zollhaus auf der anderen Strassenseite, dessen gravitätischer Strenge er mit einer frivol anmutenden Leichtigkeit begegnet. Der elegante Pavillon, ein Staatsbau im Kleinformat, bringt eine beschwingte Note ins Grenzareal. Er repräsentiert ein Land im Aufbruch, fortschrittsgläubig und zukunftsorientiert, kulturell und technisch auf der Höhe der Zeit.

Am Ostersamstag fand der Auftakt zum neuen Ausstellungsort statt. Die Geschichte der Ansichtskarte ist eine Erfolgsstory, vergleichbar mit dem Instagram-Boom.
Die Ausstellung versammelt eine Auswahl der schätzungsweise 3000 Ansichtskartenmotive zum Bergell. Aus privaten Postkartensammlungen wird eine Art Kuriositätenkabinett gezeigt, das sich thematisch dem Bergell annähert. Ergänzt wird die Exposition mit überarbeiteten Original-Postkarten aus dem Bergell, von: Judith Albert, Hans Danuser, Karin Karinna Bühler, H.R. Fricker, Michael Günzburger, huber.huber, Isabelle Krieg, Raymond Meier, Zilla Leutenegger, Armando Ruinelli, Fabia Zindel und Weiteren.
Erweitert wird die Vitrinen-Ausstellung mit der 20-teiligen Bild-Text-Arbeit Postcards from Europe. Work from the ongoing archive, since 2006, der Künstlerin Eva Leitolf (*1966). In ihren Bild-Text-Arbeiten setzt sich Eva Leitolf mit dem Thema Immigration auseinander und untersucht den Umgang Europas mit seinen Aussengrenzen und den damit verbundenen Konflikten im Inneren.

**** Die Badi
Museum Sankturbanhof, Theaterstrasse 9, CH-6210 Sursee

19.03.22 - 02.10.22

Mit Künstler*innen und Projektbeteiligten: Christian Hartmann, Heidi Hostettler, huber.huber, Jeremias Bucher und Ursula Stalder.

Das Baden im offenen Gewässer, wie wir es heute kennen und lieben, ist bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts keine Selbstverständlichkeit. Erst mit den aufgeklärten Ideen über Gesundheit und Hygiene galt das Baden im Fluss oder See als allgemein gesellschaftsfähig, wenn auch weiterhin von der Kirche und den Behörden sorgsam beobachtet. Zu unsittlich für die einen, zu gefährlich für die anderen ist das Flussbad an der Sure ab 1921 das erste Freibad in Sursee. Mitte der 1920er Jahre verlagert sich das Baden an den See. Fortan schwimmen Frauen und Männer getrennt voneinander. Erst 1961 ersetzt ein gemischtgeschlechtliches Strandbad die bis dahin provisorischen Badeanstalten.

Die Ausstellung beleuchtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln die wohl wichtigste Freizeiteinrichtung des Sommers. Dabei basiert die Ausstellung auf historischen Quellen, Beobachtungen aus dem Alltag und gibt Auskunft über die unterschiedlichen Wissensbereiche, welche das Strandbad beschreiben, einordnen und untersuchen.

Kuratiert von Sarah Wirth

**** Sichtbare Zeit - Den Klimawandel sehen, hören und fühlen
EBP, Mühlebachstrasse 11, 8008 Zürich
Gruppenausstellung

13.5.2022 – 19.8.2022, Montag – Freitag, 10 – 17:30 Uhr

**** l`ultim last exit eden
Chasa Parli Plaz d`ora 12, CH-7536 Santa Maria Val Müstair

03. Juni – 22. Oktober 2022 Fr. – So. 12 – 18 Uhr

Künstler*innen: Nadja Athanasiou, Denise Bertschi, Gabriella Disler, Marianne Engel, Michael Fliri, Andreas Frick, Filip Haag, huber.huber, Isabelle Krieg, Pascal Lampert, Peter Lüem, Esther Schena, Andreas Weber, Dominik Zehnder

Finissage Samstag 22. Oktober 2022
14 Uhr am Rombach bei Plaun Schumpeder, Sta. Maria Val Müstair prelecziun a la riva dal Rom
Landschafts Findungen von/mit Gabriella Disler, zwischen Sta. Maria und Valchava
Dauer ca. 50 min.
16 Uhr der Ausstellung l`ultim last exit eden
16.30 Uhr Performance Sirenas von Pascal Lampert

NEWS AND PROJECTS_____________________________________________________________

**** Stipendium Sitges_Stiftung BvC
März 2022

Für den Start unseres Kinderbuchprojektes haben wir ein monatiges Arbeits- / Atelierstipendium für Literatur der Stiftung Sitges BvC erhalten. Herzlichen Dank an Brida von Castelberg und Thomas Toth.

**** SamePlateDifferent
Für Miele Switzerland

Oktober 2021

Gemeinsam mit den Künstlern Pascal Möhlmann, Cécile Giovannini und Huber.Huber sowie Spitzenkoch Nenad Mlinarevic hat MIELE aus mehreren hundert Brockenhaus-Tellern ein einzigartiges Projekt geschaffen, bei dem Nachhaltigkeit sowohl künstlerisch als auch kulinarisch interpretiert auf eine neue, ungewohnte Art erlebbar wird.

Spitzenkoch Nenad Mlinarevic hat für SamePlateDifferent ein spezielles Viergangmenü basierend auf den Designs der Künstler Pascal Möhlmann, Cécile Giovannini und Huber.Huber kreiert. Jeder Gang repräsentiert in seiner Einheit zwischen Kunst und Kulinarik ein Statement zur Nachhaltigkeit. So wird diese auf eine ganz neue, ungewohnte Art erlebbar.

www.sameplatedifferent.ch

**** Gebana Swiss Collection

huber.huber für Gebana & Kunstbulletin

Lithografie, silber und schwarz
Blatt- und Bildmasse: 42 x 29,7 cm (A3)
Druck: Steindruckerei Wolfensberger, Zürich

Sold out / Ausverkauft

In ihren Collagen, Zeichnungen, Fotografien und Objekten befragen die Zwillingsbrüder Markus und Reto Huber das Verhältnis von Zivilisation und Natur, Kultur und Wissenschaft. Oft nutzen sie dabei Symbole aus der Kunstgeschichte, der Mythologie oder der Religion – zum Beispiel den Schmetterling. Das anmutig fragile Wesen steht traditionell für Wiederauferstehung und Unsterblichkeit. Das Obst hingegen, das der ‹Intelligenz der Vielen› zum Opfer fällt, ist ein Zeichen für Vergänglichkeit. Was vordergründig ästhetisch reizvoll wirkt, wird auf den zweiten Blick – wie so oft bei huber.huber – irritierend mehrdeutig.

Die ‹Gebana Swiss Collection› ist ein karitatives Gemeinschaftsprojekt von Kunstbulletin, Gebana, Thomi Wolfensberger und fünf namhaften Positionen der Schweizer Kunst. Mit den Einnahmen wird der Bau einer Fabrik zur Verarbeitung von Bio-Mangos und Bio-Cashews in Burkina Faso unterstützt. Für dieses Vorhaben hatte Gebana, die Pionierin für fairen Handel, das Crowdfunding ‹Walls Against Walls› mit internationalen Kunstschaffenden lanciert.

Auf Initiative des Kunstbulletins kommt jetzt Verstärkung aus der Schweiz hinzu: Mirko Baselgia, Vanessa Billy, huber.huber, Christina Hemauer und Roman Keller sowie Isabelle Krieg haben in enger Zusammenarbeit mit der renommierten Steindruckerei Wolfensberger ein neues Werk in einer limitierten Auflage von je 100 Stück konzipiert. Die Sondereditionen, die Themen rund um Nachhaltigkeit umkreisen, sind nur bis 30.11.2021 erhältlich.

**** VARIABLE DIMENSION @biennaleimmagine

New Video by huber.huber
game (2021)

VARIABLE DIMENSION @biennaleimmagine
Kuratiert von Andreas Gysin und Sidi Vanetti

DIMENSIONE VARIABILE ist ein Fenster zur neuen Sammlung digitaler Werke der Association of the Image Biennale, ein virtueller Raum, der immer offen und für die Öffentlichkeit online zugänglich ist.

DIMENSIONE VARIABILE, konzipiert und gestaltet von Andreas Gysin und Sidi Vanetti, wird mit einer ersten Reihe von Arbeiten im Grenzbereich von Fotografie und Video eröffnet. Die vorgestellten Künstler sind: Alan Butler, Dries Depoorter, huber.huber, Hans Knuchel, Dirk Koy, Isabelle Krieg, Onorato & Krebs und Penelope Umbrico.

Die Sammlung des Vereins Biennale dell'immagine wird periodisch mit neuen digitalen Werken bereichert, die bei anderen Schweizer und internationalen Autoren in Auftrag gegeben werden.

**** Publikumspreis Biennale Weiertal 2021
Biennale VORÜBER_GEHEND, Idylle und Künstlichkeit

Verleihung Publikumspreis Biennale Weiertal 2021

Wer hat das Thema der Idylle und Künstlichkeit nicht nur augenfällig , sondern auch kreativ und augenzwinkernd und zugleich sozialkritisch umgesetzt? Das Publikum war sich einig: von den vielen abgegebenen Voten gingen ein viertel der Stimmen an das Künstlerduo huber.huber für «Funktionale Verstädterung, Städte voller Glück».
Was sich dieses Jahr im idyllischen kleinen Teich abspielt, ist wirklich einmalig:
Im gläsernen Mini-Manhattan, das die städtische Erschliessung ländlicher Regionen symbolisiert, geschieht um die Mittagszeit wundersames: wenn sich das Wasser in den Kuben erwärmt, steigen die Goldfische, diese gezüchteten Haustiere und Glücksbringer alle zusammen, oft auch im gleichen Turm auf, «ganz so, als führen sie mit dem Lift in den 25. Stock eines Hotels, um dort die Wellnessanlage zu besuchen», schreibt Max Küng in seiner Kolumne im Magazin. Für Goldfische offensichtlich kein Dichtestress aber dafür ein unerwarteter Perspektivenwechsel, indem sie plötzlich auf Augenhöhe die Besucher beäugen und so ihren Lebensraum erweitern können.
Das Werk ist originell, aber auch sozialkritisch: huber.huber weisen auch auf die Problematik hin, die im Verhältnis Mensch-Tier liegt: sie thematisieren damit auch die Überzüchtung von Tieren - nicht nur Goldfischen - zu unserem Gefallen und für unser Prestige und halten damit der Gesellschaft einen Spiegel vor.

Im Namen der Besucherinnen und Besucher und des Vorstands des Vereins der Biennale Kulturort Weiertal gratulieren wir den beiden Künstlern Reto und Markus Huber herzlich zum Publikumspreis.

Helen Lippuner, Vorstandsmitglied und Kunsthistorikerin
Weiertal, 12. September 2021

**** PUBLIKATION Widersprüchliche Bewegungsreize
Verlag Edition Patrick Frey Limmatstrasse 268 Level A, CH - 8005 Zürich

Widersprüchliche Bewegungsreize picks up where the author’s previous book, Universen (Edition Patrick Frey, 2011), left off and gives visible, palpable form to their artistic work over the past ten years, transporting the reader once again into a teeming pictorial cosmos. In contrast to Universen, however, this artist’s book features huber.huber’s photographs rather than collages and ink drawings. Presented in two-page spreads, the pictorial compositions form ascending and descending series of various lengths in which other images using other techniques are embedded. The upshot is a dazzling tapestry of images, producing a sort of visual dissonance which, in extreme cases, is liable to cause the same symptoms as motion sickness. Brief texts (translated into a total of seven different languages), ranging from succinct descriptions to associative sensory impressions, provide clues to some of the compositions and sequencing whilst also serving as agreeable interludes. A remarkably comprehensive index of nouns (e.g. “apple”, “petri dish”, “salt lake”) and adjectives (e.g. “moist”, “geometric”, “eerie”) helps to render the artists’ enigmatic visual cosmos readable.

This new artist’s book goes far beyond the mere reproduction of photographs and once again masterfully reflects huber.huber’s artistic practices in the special medium of the book.
– Mirjam Fischer

*

Das Künstlerbuch Widersprüchliche Bewegungsreize schliesst an die Publikation Universen (Edition Patrick Frey, 2011) an und macht das künstlerische Schaffen der letzten 10 Jahre in Form eines Künstlerbuchs sicht- und greifbar. Die Bildleser werden wiederum in einen wunderbar wuchernden Bilderkosmos entführt. Anders als in Universen sind nicht Collagen und Tuschezeichnungen bestimmende Bildträger, sondern der Fokus liegt ganz auf den Fotografien von huber.huber. Zu Doppelseiten komponiert bilden sie auf- und abtauchende, längere und kürzere Sequenzen, in den sich weitere Arbeiten in anderen Techniken verweben. Der schillernde Bilderteppich löst durchaus widersprüchliche Bewegungsreize aus und führt im Extremfall zu den gleichen Symptomen wie bei Reisekrankheit. Kurze Texteinträge (die in insgesamt 7 Sprachen übersetzt werden), die zwischen lapidaren Beschreibungen und assoziativen Sinneseindrücken oszillieren, bilden einen Schlüssel zu manchen Bildern oder Werkgruppen und fungieren gleichzeitig als wohltuende Pausen. Ein ungewöhnlich ausschweifender Index macht mit seinen einfachen Ding- und Eigenschaftsworten (Apfel, Petrischale, Salzsee oder feucht, geometrisch, unheimlich) den Bilderkosmos lesbar.

Das neue Künstlerbuch geht weit über die reine Reproduktion von Werken hinaus und reflektiert einmal mehr gekonnt die künstlerische Praxis von huber.huber in der speziellen Form des Buchmediums.
– Mirjam Fischer

N° 302
1. Auflage 2020
Künstlerhuber.huber
Herausgeberin Mirjam Fischer
Designer*in Elektrosmog
Gebunden, 324 Seiten, 240 Farbabbildungen, 21 × 30 cm
ISBN: 978-3-907236-02-4
Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch

PAST PROJECTS___________________________________________________________

**** DAS IDEAL Rapperswilertag 2019
HSR, Rapperswil

The meeting is an annually held one-day con­ference of experts, organized by HSR Rapperswil on a current topic in landscape architecture with presentations of landscape architects, architects, artists, and experts in related fields.

Organization HSR Hochschule für Technik Rapperswil, BSLA Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen, SIA Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein

* Der Rapperswiler Tag ist eine jährlich stattfindende, ganz­tägige Fachtagung an der Hochschule Rappers­wil zu einem aktuellen Thema aus der Land­schafts­archi­tektur mit Vor­trägen von Land­schafts­architekten, Archi­tekten, Künstlern und Fachleuten ver­wandter Dis­zi­plinen.

In 11 Referaten werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Rapperswiler Tags 2019 erfahren, wie es sich in der Praxis auswirkt, wenn Gestaltungs- und Nutzungsideale aufeinanderprallen, wie urbane Landschaftsarchitektur mit Idealen umgeht und mit welchen Idealen und Realitäten die Freiraumpolitik umgehen lernen muss.

Referat TUNUNG huber.huber " (German)

**** Die Aussenprojekte INKREIS (2012) und LIEBE & VERSCHWIEGENHEITsind bis auf Weiteres in Chur zu sehen:

INKREIS (Leihgabe Stadt Chur): Fontanapark, Chur
https://www.art-public.ch/fontanapark.html

LIEBE & VERSCHWIEGENHEIT (Leihgabe Stadt Chur): Rosenhügel, Chur
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EDUCATIONAL: A WIE ATELIER

Angebot der Bildungsdirektion des Kantons Zürich

Link