Copyright: huber.huber and the authors

NEWS

**** AUSSTELLUNGEN & PROJEKTE ****

laufend / ongoing _________________________________________________________________

**** SOLO-AUSSTELLUNG: huber.huber Zwischen Welten
Ein Projekt von huber.huber
zusammen mit SOON, Ankerstrasse 24, 8004 Zürich

29. Januar bis 19. Februar 2026

In einer neuen Inszenierung zeigen huber,huber Skulpturen, Objekte und Fotografien.

Arbeiten aus den letzten Jahren treffen auf neue Werke. Dadurch entstehen Verbindungen und unerwartete Blickwechsel. Kleine Welten entstehen, die einander ergänzen oder widersprechen. Die Ausstellung lädt dazu ein, genau hinzusehen und sich Zeit zu nehmen. Kunst entfaltet sich nicht nur durch das, was sichtbar ist, sondern durch das, was sie in uns auslöst: Fragen, Staunen, Irritationen und Freude. Sie zeigt vertraute Dinge in einem neuen Licht und öffnet Räume, in denen Gewohntes auf Ungeahntes trifft.

Wie Szeemann Ausstellungen als eigenständige Kunstwerke verstand, begreifen huber.huber die Zusammenstellung der Arbeiten nicht als blosse Präsentation, sondern als Möglichkeitsraum. Hier verschieben sich Perspektiven, entstehen kleine Spannungen, werden Gedanken angestossen und Wahrnehmungen verändert. Kunst wird so zu einem Erlebnis, das weit über den Raum hinauswirkt. Kunst kann verbinden, irritieren, neue Perspektiven eröffnen und zum genauen Hinsehen einladen. Sie macht sichtbar, was sonst leicht übersehen wird. Die Ausstellung zeigt, wie Werke miteinander in Beziehung treten, neue Blickwinkel entstehen und Begegnungen – sowohl mit den Werken als auch untereinander – möglich werden.

huber.huber feiert mit diesem Projekt die Kunst!

Vor der Finissage finden zwei Feierabend-Führungen mit huber.huber und einem Glas Wein statt:

Donnerstag, 12. Februar 2026, 18 – 19 Uhr

Finissage: Donnerstag, 19.02.2026, 18 – 21 Uhr

Öffnungszeiten: Mi, Do & Fr: 14 – 19 Uhr & Sa: 12 – 16 Uhr

vorschau / preview ________________________________________________________________

**** SOLO-PROJEKT "WAND IM 3-ECK"
Ankerstrasse 8-12 - zwische BHf Wiedikon und Bezirksgebäude - 8004 Zürich

huber.huber: März & April 2026
Vernissage: Sa. 14. März 2026, 15-18 Uhr

Ab Januar 2026 bespielen bekannte Künstler:innen aus Stadt und Region Zürich die „Wand im Dreieck“ – jeweils für zwei Monate mit ihren Arbeiten.

Mit ihren Werken beleben sie das Quartier und teilen ihre Botschaften auf persönliche, unkommerzielle Weise. Dabei setzen sie dem Gewohnten ihre individuellen Gedanken und Perspektiven entgegen. Wir dürfen gespannt sein – und uns auf inspirierende Impulse freuen.

Das Projekt wurde von der Künstlerin Ursula Hirsch und ihrer Familie initiiert und kuratiert.

Es sind jeweils drei Interventionen von Januar bis Juni 2026 sowie von Oktober 2026 bis Februar 2027 geplant.

köfer | hess (Andri Köfer und Robert Hess): Dezember 2025, Januar & Februar 2026
huber.huber (Markus & Reto Huber); März & April 2026
Vreni Spieser: Mai & Juni 2026

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**** NEUE EDITION **** Edition für das Aargauer Kunsthaus

Friedensfahne 2025

erhältlich im Aargauer Kunsthaus

Baumwolle (OEKO-TEX) bestickt, Metallösen
Karte "Menschen, liebet einander"
Format: 70 x 50
Auflage: 20 + 6 AP
CHF 300.00 / Mitglied Kunstverein: CHF 250.00
Die Edition kann nur vor Ort gekauft werden.

Unsere neue Friedensfahne verbindet die weisse Fahne mit der Regenbogenfahne.
Der Regenbogen entsteht durch die Brechung, Streuung und Reflexion von weissem Licht in Wassertropfen. In unserer Flagge greifen wir das Phänomen der Lichtfarben auf, indem wir das Prinzip der additiven Farbmischung darstellen. Abweichend von den üblichen Darstellungen haben wir das Zentrum der Farbkreise als Kreis gestaltet - ein Symbol für die Erde und gleichzeitig ein Ausdruck des Friedens. Dieses ruhige Zentrum hält die gesamte Fahne zusammen. Das Symbol ist auf weissem Hintergrund platziert.

Wir verzichten bewusst auf alle Urheberrechte an diesem Friedenssymbol und stellen es der Allgemeinheit ohne Einschränkungen zur Verfügung. So kann es frei verwendet und verbreitet werden - ein Friedenssymbol, das allen gehört.

Seit der Antike steht die weisse Fahne für Frieden und Neutralität. Im Krieg signalisiert sie die Bereitschaft zu Friedensverhandlungen oder zur Kapitulation. Über Jahrhunderte hinweg war sie in verschiedenen Kulturen eines der stärksten Symbole für den Wunsch nach einem Ende der Gewalt.
Die Regenbogenfahne hat ihre Wurzeln in der Friedensbewegung des 20. Im Jahr 1913 entwarf der amerikanische Geistliche James William van Kirk eine „Friedensfahne“ mit Regenbogenstreifen, die er auf seinen Friedensreisen durch Europa mit sich führte. Später übernahm der Weltfriedenskongress dieses Design als Symbol für den Weltfrieden. 1961 entwarf der italienische Friedensaktivist Aldo Capitini die „Bandiera della Pace“, die seitdem als internationale Friedensfahne gilt. Besonders 2003 wurde sie im Protest gegen den Irakkrieg zum sichtbaren Zeichen des Widerstands gegen militärische Konflikte. Auch die LGBTQ+-Bewegung hat die Regenbogenfahne als starkes Symbol für Vielfalt und Gleichberechtigung geprägt. 1978 entwarf der amerikanische Künstler Gilbert Baker eine ähnliche Regenbogenfahne, die heute weltweit als Zeichen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Personen steht.

Unsere Friedensfahne wird als Edition im Rahmen der Ausstellung „Modell Neutralität“ im Aargauer Kunsthaus präsentiert. Die Ausstellung hinterfragt die Bedeutung von Neutralität - sowohl im politischen als auch im kulturellen Kontext. Sie zeigt, dass Neutralität nicht nur die Abwesenheit von Parteinahme bedeutet, sondern auch eine bewusste Haltung des Dialogs und der Verständigung sein kann. Die Friedensfahne fügt sich in diese Thematik ein, indem sie eine Verbindung zwischen verschiedenen friedensstiftenden Symbolen herstellt und zum Nachdenken über Einheit in einer polarisierten Welt anregt.

Die Fahne ist gestickt und wird vom Aargauer Kunsthaus als signierte und nummerierte Edition angeboten. Dank einer Imprägnierung kann sie sowohl drinnen als auch draussen verwendet werden. Jede Fahne ist in einer Metallbox verpackt und wird von einer Originalkarte der Installation „Menschen, liebet einander“ (2010) begleitet.
Die Karte erinnert an den Pazifisten Max Daetwyler (1886-1976), der sein Leben dem Weltfrieden und der Abrüstung widmete. Auf seinen Reisen zu den Machtzentren und Krisenherden der Welt setzte er sich unermüdlich für den Frieden ein - oft unter grossen persönlichen Opfern. 1934 plante er, in Deutschland Karten mit der Aufschrift „Menschen, liebet einander“ zu drucken und auf der Strasse zu verteilen. Die Gestapo verhinderte jedoch die Verteilung, und die Karten wurden nie gedruckt. Im Jahr 2010 haben wir Daetwylers Idee aufgegriffen und 5000 Karten in seinem Sinne drucken lassen - als Erinnerung an seinen unermüdlichen Einsatz für den Frieden und als Mahnung, wie wichtig das aktive Bemühen um Frieden ist - gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Lage.

**** NEUE PUBLIKATIONEN ****

Im Oktober 2024 sind drei Publikationen mit Beiträgen von oder über uns erschienen.

**** LILA STRAUSS «glitch»

Für das MAGAZIN Lila Strauss des Architekturkollektivs Filiale Luzern haben wir einen kleinen Text und zwei Bilder zum Heftthema «glitch» beigesteuert. Wir haben über den Tod unseres Computers geschrieben und über die Zucht von Kanarienvögeln und Goldfischen.

«glitch» beschreibt eine temporäre Störung – einen Fehler im System – einen Spannungswechsel - der unseren Alltag durchkreuzt. Schwächer werdende Lichter im Haushalt, eingefrorene Gegenu?ber in Zoom-Meetings, Lautsprecherstimmen die sich zu obszönen Klängen verzerren oder abgehackte Bildabfolgen statt smoothem Swipen sind Momente in denen sich «glitches» bemerkbar machen, die Überforderung eines Systems visuell erfahrbar machen und in unser Bewusstsein rufen.
Fehler und Störungen sind so notwendig wie omnipräsent. Sie lösen Reflexion aus und fördern Erkenntnis. Sie erschu?ttern unser Denken und befreien uns von einem Glauben an eine Welt, die fertig – eindeutig bestimmt ist. Sie brechen diese vermutete Wirklichkeit auf. Die temporären Störungen verwandeln sich in Reizpunkte. Als solche stossen sie uns in neue Richtungen – wir betreten unbekanntes Terrain. Bei langanhaltender Störung frisst sich ein «glitch» irgendwann derart tief in den Status quo ein, bis er ihn korrumpiert. In Anbetracht oder mit der Absicht auf eine Störung unserer Umwelt, von der wir eigentlich wissen, wie sie funktioniert oder an welche wir geglaubt haben, bleiben wir unruhig – verästeln uns mit der Gegenwart. Die neunte Ausgabe des MagazinsLila Strauss versteht sich, als aktivistischer Versuch stabil geglaubte Systeme zu hinterfragen. (Lila Strauss).

**** FAKEWHALE STUDIO “generative items”

In der brandneuen Publikation “GENERATIVE ITEMS” von Fakewhale Studio hat unsere Arbeit einen Computer zu neuen Kunstwerken inspiriert.

Das Fakewhale STUDIO wurde im vergangenen Juni mit dem Ziel gegründet, neue kreative Sprachen zu erforschen und die künstlerische Forschung durch künstliche Intelligenz und neue Medien zu erweitern. Ihr erstes Buch "GENERATIVE ITEMS", eine Publikation, die die Zusammenarbeit mit 15 Künstler*innen zeigt, die jeweils 5-6 Fotos aus ihrem persönlichen Werk beigesteuert haben, die dann von einem Algorithmus verarbeitet wurden, der von ihrem ursprünglichen visuellen Stil inspirierte Ergebnisse generiert.

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SCHWEIZERISCHE POST „Unser Engagement für die Kunst: An insight nella collezione d’arte de la Poste Suisse - Buch über die Kunstsammlung der Post“

Die Post feiert ihr 100-jähriges Kunstengagement mit der Herausgabe eines Buches über die Kunstsammlung der Post. Symbolisch für 100 Jahre Kunstförderung sind darin 100 Künstler*innen mit Werken aus der Kunstsammlung der Post vereint. In diesem Buch sind auch zwei grossformatige Collagen von uns zu sehen. Der handliche und liebevoll gestaltete Band illustriert die Vielfalt und Tiefe der Schweizer Kunstszene. Verlag: Scheidegger & Spiess, Zürich

**** NEUES PROJEKT Etikette für das Olivenöl 2024 / 25 Strada Provinciale

Giulio Vatrano gründete 2022 das Olivenöllabel Strada Provinciale, doch die Geschichte beginnt viel früher. Sein Olivenhain im Dorf Squillace in der Provinz Catanzaro in Kalabrienan, bepflanzt mit den Carolea-Olivenbäumen seines Vaters Leonardo und Grossvaters, wird seit Generationen liebevoll gepflegt. Seit drei Jahren füllt Giulio das Bio-Olivenöl in limitierter Menge ab – in besonderen Flaschen, die seine Leidenschaft für Kunst widerspiegeln. Jedes Jahr gestaltet ein Künstler das Etikett, beginnend mit unserer eigenen Edition N°1, die die wundersame Geschichte der Menschen Strada Provinciale SP59 erzählt. Es folgten Werke von Zilla Leutenegger mit Max Küng (2023) und Remo Albert Alig & Marionna Fontana (2024). Dieses Jahr nehmen wir unseren Erzählstrang erneut auf und es folgt die zweite Geschichte einer losen Triologie.