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NEWSLETTER huber.huber JULI 2026

Es ist richtig heiss bei uns im Atelier! Zum Glück ist es nahe der Werdinsel, sodass wir nach der Arbeit direkt in die Limmat springen können. Das ist das coole an Zürich im Sommer.

Liebe Freund:innen
Liebe Freund:innen der Kunst

Unseren Sommer-Newsletter starten wir passend mit einem Bier:

EINE ETIKETTE FÜR EIN JUBILÄUMSBIER

Seit drei Jahrzehnten ist Löwenbraukunst.Zürich ein fester Bestandteil der Zürcher Kunstszene – ein Ort für Ausstellungen, Dialog und künstlerischen Ausdruck aus aller Welt. Zum Jubiläum wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, ein Etikett für ein limitiertes Jubiläumsbier zu gestalten. Aus knapp 100 Einsendungen wählte eine siebenköpfige Jury zwei Gewinnerdesigns aus. Eines der Gewinneretiketten stammt von uns.

Es gab sie nie – die Löwen in Zürich.
Jetzt gibt es mehr Kunst als Bier.
Und 45’000 Katzen.

Und unseren kleinen Löwen gibt es jetzt 500 Mal im Löwenbräu. Ist also genug Bier für den Sommer da.

30 Jahre Löwenbräukunst Zürich


„NO WAR“ KOMMT IN DIE SAMMLUNG DES KUNSTHAUSES ZÜRICH

„NO WAR“ (2024/25) konnten wir bereits im Aargauer Kunsthaus an zwei Ausstellungen zeigen. Die konzeptionelle Arbeit ist uns sehr wichtig. Leider ist sie immer noch dramatisch aktuell. Umso mehr freuen wir uns, dass sie neu – mit Unterstützung der Hubert Looser Stiftung – in die Sammlung des Kunsthauses Zürich aufgenommen wurde. Das Kunsthaus hat bereits 2009 unsere Serie Bleistiftzeichnungen / White Flags / Erased Flags (2006/2007) angekauft.
NO WAR (2024/25)
In einer öffentlichen Aktion riefen wir dazu auf, alte, verblasste und zerrissene Friedensfahnen einzusenden – Zeichen des Protests, die über Jahre an Balkonen und Fassaden hingen. Im Austausch erhielten die Teilnehmer neue, individuell von uns gestaltete Friedensfahnen.

Die Arbeit thematisiert den schwindenden Widerstand gegen Krieg und die zunehmende Normalisierung von Gewalt. Weltweit sind derzeit über 100 Millionen Menschen auf der Flucht vor Konflikten und Verfolgung (UNHCR, 2022). In vielen Regionen dauern Kriege an – oft als komplexe Auseinandersetzungen zwischen politischen Systemen, Macht und Kontrolle.

Die eingesandten Fahnen bilden die Installation „NO WAR“. Ihre Spuren verdichten sich zu einem künstlerischen Statement über Ohnmacht, Hoffnung und die fragile Idee von Frieden. „NO WAR“ fragt auch nach der Rolle der Schweiz in globalen Konflikten und nach der Verantwortung, Frieden nicht nur als Zustand, sondern als Handlung zu verstehen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Hubert Looser Stiftung für die Schenkung an das Kunsthaus Zürich.


Modell Neutralität – Aargauer Kunsthaus

Fondation Hubert Looser

Kunsthaus Zürich


NEUE WERKE, UNTERSTÜTZT VON DER KULTURABTEILUNG DER STADT ZÜRICH

Im Moment arbeiten wir intensiv in für uns neuen Medien und an einer neuen Formsprache.
„Als die Welt noch still war“ ist der Arbeitstitel. Der Werkkomplex umfasst Objekte, Skulpturen und Installationen aus Holz und Porzellan sowie Gemälde – ja, richtig gemalt! Ein grosser Schritt in unserem Schaffen. Dieses Vorhaben wurde grosszügig durch einen Arbeitsbeitrag der Stadt Zürich unterstützt.

Dafür sind wir sehr dankbar – nicht nur finanziell, sondern als Vertrauen in unsere Arbeit.

Ein Teil dieses Werkkomplexes wird 2027 im Kunstzeughaus Rapperswil in unserer grossen Einzelausstellung gezeigt. Ihr dürft gespannt sein – wir sind es auf jeden Fall und freuen uns sehr darauf.

EIN BUCH ÜBER GESUNDHEIT UND COLLAGEN, DIE ZU PSYCHEDELIKA PASSEN

„Health Forecast“ heisst das Buch, das sich mit der Frage beschäftigt, was Gesundheit in einer zunehmend komplexen Welt bedeutet.
Auf über 400 Seiten wird gezeigt, welche Faktoren unsere Gesundheit prägen – oft lange bevor wir es merken. Gene, Lebensstil, Umwelt und psychische Belastung greifen ineinander. Forschende und Journalist verbinden aktuelle Erkenntnisse aus Medizin, Genetik und Psychiatrie mit konkreten Alltagsbeobachtungen. Es geht um Klarheit in einer Welt voller Reize, Daten und Optimierungsversprechen – und um die Frage, wie viel Kontrolle tatsächlich möglich ist.

Unter dem Kapitel „Der zweite Trip der Psychedelika“ sind Arbeiten aus Mikrouniversum und andere kleine Systeme abgebildet. Sehr passend, wie wir finden.

Health Forecast

Vor kurzem wurden zwei neue Gruppenausstellungen und eine Einzelausstellung eröffnet.

WARTEN AUF FLÜGEL IM WASCHHAUS THALWIL

Warten auf Flügel
Waschhaus | Alte Landstrasse 110b | 8800 Thalwil
Juni 2026 bis 23. August 2026
Das Waschhaus, Raum für zeitgenössische Kunst, ist eine Plattform für eingeladene Kunstschaffende, sich mit dem Ort und mit dem vorgegebenen kuratorischen Jahresthema auseinanderzusetzen.

Die Installation „Warten auf Flügel“ (2026) von huber.huber ist Teil der Ausstellungsreihe „Zwischenräume“. Sie beschreibt ein geschlossenes, biotopartiges System als modellhaften Raum der Metamorphose. Schmetterlingspuppen markieren ein Stadium zwischen Ruhe und Werden, während ein künstlich erzeugter Luftstrom die Vorhänge – hochaufgelöste Scans von Schmetterlingsflügeln auf Seide – in flügelähnliche Bewegung versetzt. Der Raum bleibt geschlossen und ist ausschliesslich von aussen erfahrbar. Kuratorin Serap Vitarelli.

Waschhaus Thalwil

BLUT UND TRÄNEN IN DEN BERGEN

Ritmus dalla Vallada
Casa d’Angel, Lumbrein / Lumnezia
Juni 2026 – 9. Januar 2027

Künstler:innen: Judith Albert, Karin Karina Bühler, Evelina Cajacob, frölicher bietenhader, huber.huber, Pascal Lampert, Isabelle Krieg, Peter Conradin Zumthor; Kurator: Luciano Fasciati
„cruor et lacrimae“ (Vergossenes Blut und Tränen)

Küchentisch 110 cm x 55 x 75 cm, Plexiglasvitrinen mit 48 Teufelstränen (Glas), 2026

Der Rhythmus der Tropfen – ihr gleichmässiges Fallen in wiederkehrenden Abständen – bildet den Ausgangspunkt dieser Arbeit.

Blut und Tränen stehen für Schmerz, Gewalt und Trauer, aber auch für Erinnerung und Vergänglichkeit. Die Installation greift die barocke Darstellung des blutenden Christus am Eingang der Kirche ebenso auf wie die Geschichte der Söldner aus dem Tal, die für fremde Herren in den Krieg zogen. Reichtum und Verlust, Überleben und Zerstörung liegen dabei eng beieinander. Im Zentrum stehen handgefertigte Glasobjekte in Form von Tropfen. Es handelt sich um sogenannte Teufelstränen – ein Glasphänomen, das aussergewöhnliche Stabilität mit äusserster Zerbrechlichkeit verbindet: Während ihr kugeliger Körper selbst starken Schlägen standhält, genügt ein kleiner Bruch am Schweif, um sie augenblicklich zu Staub zerfallen zu lassen. Die Tropfen wandeln sich von roten Blutstropfen zu transparenten Tränen und sind auf einem schlichten weissen Holzküchentisch angeordnet. Ein Ort des Alltags wird so zum Ort von Verlust, Erinnerung und Vergänglichkeit.

Casa d'Angel – Ritmus dalla Vallada

VOGELHÄUSER FÜR ERNI

Phantastische Flugobjekte
Hans Küchler und Verwandte (Gruppenausstellung)
Hans Erni Museum, Verkehrshaus der Schweiz, Lidostrasse 5, 6006 Luzern
18.06.2026-18.06.2028

Anlässlich der Erschliessung des Nachlasses des Grafikers Hans «Kü» Küchler (1929–2001) im und durch das Kunstmuseum Olten zeigt das Hans Erni Museum in Kooperation mit der Oltener Kunsstmuseum und dem Verkehrshaus der Schweiz unter dem Titel «Phantastische Flugobjekte. Hans Küchler und Verwandte» eine Schau zu den Flugmaschinen- und Flugzeugzeichnungen des Künstlers. Da das Fliegen, fliegende Wesen und Flugobjekte seit der Antike ein wichtiges Thema der Kunst sind, stehen dieser

Hans Erni Museum

Noch ein paar Wochen sind an den folgenden Ausstellungen Arbeiten von uns zu sehen:

REGENBOGENSTEINE IN DER KARTAUSE

An die Kunst glauben
Kunstmuseum Thurgau, Ittinger Museum, Kartause Ittingen, 8532 Warth CH
10. Mai bis 6. September 2026

Kunstmuseum Thurgau

EIN MONOLITH VOLLER SEIFENBLASEN IN OLTEN

Hinterm Horizont geht's weiter!
Kunstmuseum Olten, Kirchgasse 8, 4600 Olten
28.03. — 02.08.2026

Kunstmuseum Olten – Hinterm Horizont geht's weiter!

Fragile Kontinuität
Installationsansicht Kunstmuseum Olten - Glas, Luftpumpe, Seifenwasser; 2025

Auf einem weissen Sockel steht ein schlichter Glaskörper – ein Monolith, dessen Seitenverhältnis an den ikonischen Monolithen aus 2001: Odyssee im Weltraum von Kubrick erinnert. Im Inneren befindet sich eine geringe Menge Flüssigkeit, aus der unzählige Blasen aufsteigen. Lichtbrechungen erzeugen zarte, schillernde Regenbogenfarben. Die Blasen vermehren sich, verbinden sich zu einem filigranen Netz und füllen den gesamten Monolithen aus. Einzelne Blasen platzen, während an anderen Stellen neue entstehen – ein stetig wandelndes, subtiles Wechselspiel. Die Skulptur ist ein poetisches Vanitas-Stück, das ästhetisch fasziniert.

So viele gute Nachrichten kurz vor der Sommerpause. Ein herzliches Merci an alle, die unsere Arbeit unterstützen, begleiten, ermöglichen, diskutieren und weitertragen. Ohne euch wäre vieles nicht möglich.

Wir wünschen euch einen schönen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen – irgendwo zwischen Ausstellungen, Atelier und Limmat.

Herzlich & bis bald
Reto und Markus
huber.huber

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SOMMER-NEWSLETTER JULI 2026 von der Werdinsel
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EINE ETIKETTE FÜR EIN JUBILÄUMSBIER
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„NO WAR“ KOMMT IN DIE SAMMLUNG DES KUNSTHAUSES ZÜRICH
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NEUE WERKE, UNTERSTÜTZT VON DER KULTURABTEILUNG DER STADT ZÜRICH
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EIN BUCH ÜBER GESUNDHEIT UND COLLAGEN, DIE ZU PSYCHEDELIKA PASSEN
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WARTEN AUF FLÜGEL IM WASCHHAUS THALWIL
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BLUT UND TRÄNEN IN DEN BERGEN
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VOGELHÄUSER FÜR ERNI
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REGENBOGENSTEINE IN DER KARTAUSE
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EIN MONOLITH VOLLER SEIFENBLASEN IN OLTEN