HUBER.HUBER

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huber.huber Land of Plenty

oder wenn Plastikpflanzen ihre Blätter verlieren, Raubvögel im Trüben fischen und Schmetterlinge sich in Nichts verwandeln.
9.5. - 22.5.2014

Gasthaus zum Bären / Museum Bärengasse, Bärengasse 22, 8001 Zürich

Postgraduate Programme in Curating ZHdK at Gasthaus zum Bären / Museum Bärengasse (Curator Agnes Josuran)

Polypropylen (chromatic) und Polypropylen (strips)
2012, Lambda Print auf Alu, 20 x 30 cm, Edition von 3 Ex. / 1 EA

Plastiktüten gibt es überall da wo eingekauft wird. Das Künstlerduo huber.huber zeigt ebensolche Plastiktüten in den beiden Fotoserien „Polypropylen (chromatic)“ und „Polypropylen (strips)“. Als Zeichen von Konsum und den ständigen Fluss des Geldes, liegen diese von uns gebraucht und abgestoßen in der Natur, wo sie sich die nächsten Jahrhunderte als Sinnbild für den mit ihnen verbundenen Geldaustausch gegen Waren manifestieren. Doch in den Fotografien des Duos möge man fast glauben die Plastiktüten entspringen der Umgebung und zieren diese als bunte, übergroße Blumen.

Metamorphose zum Nichts
2013, Video HD, 127 min, Kamera Jela Hasler

Wie im Film „Land of Plenty“ sind auch bei „Metamorphose zum Nichts“ die Zeit und die langsame Veränderung eines Zustandes wichtige Aspekte. Hier setzten sich die Künstler mit dem Konzept der Vanitas auseinander. Die potenzierte Vergänglichkeit und der Grundsatz der Behandlung von Gleichem mit Gleichem stehen hier im Vordergrund. huber.huber begegnen dem metaphorischen Schmetterling mit substanzauflösender Säure und lassen sich diesen über die Dauer von zwei Stunden zersetzen. Das Sinnbild für Verwandlung, Entwicklung und damit für alles Lebende, durchläuft hier performativ die eigene letzte Metamorphose.

Ficus Benjamina
3 künstliche Ficus Benjamina, Laub in 3 exakten Kreisen, Masse variabel

Die Installation „Ficus Benjamina“ nimmt in der Ausstellung die runde Form des Klärbeckens auf, welches Hauptschauplatz des Films „Land of Plenty“ ist.
huber.huber setzen sich in dieser Arbeit mit der Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies auseinander. Die drei künstlichen Zimmerpflanzen, wie sie in Bürogebäuden zu finden sind, haben in der Installation absurderweise ihre Blätter verloren. Diese liegen völlig unnatürlich in drei exakten Kreisen am Boden.

Land of Plenty

huber.huber & Michael Bucher (Sound), HD, ca. 40 min

Das Bildformat ist vom Ausschnitt eines Klärbeckens erfüllt. Im trüben Wasser spiegelt sich der Himmel und zeichnet melancholische Bilder, während über der Wasseroberfläche Raubvögel kreisen und sich stetig in die Tiefe stürzen, um aus dem trüben Wasser zu fischen. In 45 Minuten ohne Schnitt, mit einem eigens dazu improvisierten Soundteppich von Michael Bucher, werden wir Zeugen einer alltäglichen und banale, beinahe absurden Szenerie in einem Spannungsfeld von hoch technologisierter Zivilisation und fragiler Natur.

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