HUBER.HUBER

Copyright 2016

Atelier huber.huber
Bändlistrasse 86
8064 Zürich
SWITZERLAND

e-mail
huber.huber@gmx.ch

facebook
https://www.facebook.com/huber.huber

instagram
https://www.instagram.com/huber.huber/

huber.huber
Reto und Markus Huber

Since they graduated from the University for Design and Art in Zurich (now ZHdK) in 2005, the twin brothers Markus and Reto Huber (*1975 Münsterlingen), have been working together under the label huber.huber.

Over the past years, huber.huber have attracted attention chiefly with their collages and drawings, but also with sculptural works and installations.

The main themes of their work circle around the ambivalent relation between civilization and nature. huber.huber deal with current social questions. Hope, fears, belief and the failure of humanity become a central topic. Their surprising juxtaposition and their special irony and oddity makes them convincing. In the putative idyll the abyss always lurks.

Huber.Huber's multilayered conceptual works habe been featured in a great many solo and group exhibitions in Switzerland and abroad.

institutional solo exhibitions:

„Vor der Vergangenheit“ (Before the Past) in 2008 at the Kunsthaus Glarus
„I cani non hanno anima“ (Dogs Do Not Have A Soul) in 2009 at the Cantonal Art Museum Lugano
„Fade to Black“ in 2013 at the Kunsthalle Schaffhausen / Vebikus, Schaffhausen
„Land of Plenty“ in 2014 at the Museum Bärengasse, Zürich
„Und plötzlich ging die Sonne unter“ (Suddenly the Sun Set) in 2015 at the Argauer Kunsthaus
„versprochen ist versprochen“ in 2016 at the Kunsthalle Arbon

2005 they received a studio scholarship in New York by the Municipality of Zurich. 2006 they won the «Kulturpreis Julius Baer», 2007 the sponsorship award of the UBS Culture Foundation. In 2009 they were nominated for the prestigious Vordemberge-Gildewart Preis. 2015 huber.huber won the "Canton Zurich Art Award".

huber.huber
Reto und Markus Huber

Markus und Reto Huber (*1975 Münsterlingen), arbeiten seit dem Abschluss ihrer Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich 2005 zusammen unter dem Namen huber.huber. Sie haben in den letzten Jahren vor allem mit Collagen und Zeichnungen, aber auch mit skulpturalen Arbeiten und Installationen auf sich aufmerksam gemacht.

huber.hubers vielschichtiges und konzeptuelles Werk wurde in Einzelausstellungen in verschiedenen Galerien und einer Reihe von Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. 2008 widmete das Kunsthaus Glarus huber.huber mit „Vor der Vergangenheit“ die erste umfängliche institutionelle Einzelausstellung. 2009 folgte eine weitere grosse Einzelausstellung mit dem Titel „I cani non hanno anima “ im Kantonalen Kunstmuseum Lugano. Es folgten unter anderen 2013 die Einzelausstellungen „Fade to Black“ in der Kunsthalle Schaffhausen / Vebikus, 2014 „Land of Plenty“ im Museum Bärengasse, Zürich. 2015 zeigte das Aargauer Kunsthaus die Solo-Ausstellung „Und plötzlich ging die Sonne unter“.

Ihre Werke sind in zahlreichen bedeutenden Sammlungen vertreten.

2005 erhielten sie ein Atelierstipendium der Stadt Zürich in New York, in diesem Jahr haben huber.huber verschiedene wichtige Arbeiten realisiert, die unter anderem vom Kunsthaus Zürich, vom Aargauer Kunsthaus und vom Museum zu Allerheiligen Schaffhausen angekauft wurden; ebenso entstand eine Intervention in NYC unter dem Titel „Hiddentrack: Vogelhäuser“ im Auftrag des Swiss Institutes NYC. 2006 gewannen sie den «Kulturpreis Julius Baer», 2007 den Förderpreis der UBS Kulturstiftung, 2009 wurden sie für den renommierten Vordemberge-Gildewart Preis vorgeschlagen. 2015 wurde das Werk von huber.huber mit dem Werkbeitrag des Kantons Zürich ausgezeichnet.

2011 erschien im Verlag Edition Patrick Frey „Universen“, eine 280seitige Monografie in Form eines Künstlerbuches. Im Herbst 2014 erschien im gleichen Verlag «Hoffentlich verliebe ich mich nicht in dich», ein Kunstprojekt zusammen mit dem Berner Dichter Jürg Halter.

Statement

Wir arbeiten seit 2005 unter dem Namen huber.huber zusammen.

Unsere Werke weisen mehrere Ebenen auf, die erste kann recht harmlos und ruhig sein, beim längerer Betrachtung kippt diese dann meist radikal – so dass das scheinbar Harmlose irritierend und zerstörerisch wirkt. Manche Werke sind klar politisch zu lesen, oder der Titel verdeutlicht ihre Intention, aber auf der ersten Ebene sind es unaufgeregte Kommentare zu unserer Gesellschaft. Wir suchen nicht den lauten, schnellen Effekt. Was uns selber in der Kunst als Qualität überzeugt, ist etwas nicht auf den ersten Blick Sichtbares, das einen berührt, etwas auslöst und zum Nachdenken anregt. Humor oder eher Ironie ist in unserer Arbeit wichtig – nie aber ist das Werk zynisch oder einfach nur laut oder martialisch.
Wir arbeiten in verschiedenen Techniken. Collagen, Zeichnungen, Fotografien aber auch Objekte und Installationen bilden den Schwerpunkt. Sehr oft entstehen grosse Werkgruppen. An unserer grössten Werkgruppe „Mikrouniversum“ arbeiten wir seit Beginn unserer Zusammenarbeit, sie umfasst mehrere hundert meist kleinformatige Collagen und einfache Tuschezeichnungen. Die Collagen sehen eigentlich harmlos und idyllisch aus, lässt man sich aber auf die Bilder ein, sieht man Kämpfe und Morde zwischen Insekten und anderem Getier – auch Menschen mischen sich in die Handlungen ein. Es wird gejagt und aufgefressen. Diese sicherlich verspielteste Werkgruppe nimmt immer wieder Themen anderer Arbeiten auf. Mikrouniversum beenden wir 2011– nicht mehr ganz so idyllisch und farbig.

Unsere Hauptthemen drehen sich um das ambivalente Verhältnis zwischen Zivilisation und Natur. Das heisst wir beschäftigen uns mit aktuellen, gesellschaftlichen Fragestellungen; die Hoffnungen, die Ängste, der Glaube und das Scheitern der Menschheit werden so zum zentralen Thema. Die Inspiration holen wir uns also vom Tun der Menschheit, welches zum Teil ja auch absurde Formen annehmen kann. Auch wenn in unserer Arbeit häufig Tiere vorkommen, stehen diese nicht für sich selbst, vielmehr für das Handeln des Menschen. So haben wir zum Beispiel in der Werkgruppe „Survival of the Fittest“ in Kohlezeichnungen sogenannte Formzuchten des Kanarienvogels umgesetzt.
Wenn man sich mit solchen Fragestellungen auseinandersetzt, kommt automatisch die Frage nach der Ethik auf, und diese wiederum ist dann eng mit den in unserer Gesellschaft geltenden Normen und religiös geprägten Wertvorstellungen gekoppelt. Uns fasziniert hier, dass die Wissenschaft ethisch hinterfragt wird und sich dann unsere glaubensgeprägte Normvorstellungen aufdrängen. So wird die Wissenschaft quasi von der absolut nichtwissenschaftlichen fundierten Disziplin des Glaubens qualifiziert.
Ja und dann lassen wir uns auch von der wahrscheinlich grössten Herausforderung unseres Daseins inspirieren; der Angst vor dem Scheitern und vor unserem eigenen Ende. Diese Themen sind eng miteinander verknüpft. Unsere Arbeit ist und soll nicht schwermütig sein, vor allem nicht moralisierend – sie kommt manchmal geradezu leicht und verspielt daher, so dass sich hinter der vermeintlichen Idylle der Abgrund auftut.